Blut ist unser Lebenssaft. Etwa fünf bis sechs Liter Blut bewegen sich ständig durch den menschlichen Körper und versorgen unsere Organe mit lebensnotwendigen Nährstoffen. Allerdings dient das Blut nicht nur dem Stoffwechsel, also der Nahrungsverarbeitung, Ausscheidung von Restprodukten und der Zellatmung. Gleichermaßen stellt das Blut einen Informationsträger dar. So kann unser individuelles Blutbild oftmals sowohl über unseren körperlichen als auch unseren seelisch-geistigen Zustand Aufschluss geben.

 

 

Was versteht man unter „Labor ganzheitlich“?

 

Bei der schulmedizinischen Auswertung wird überprüft, ob sich Laborwerte außerhalb eines bestimmten Normbereiches befinden. Bereits bestehende Erkrankungen werden so erkannt und können entsprechend behandelt werden. Eine ganzheitliche Betrachtung des Blutbildes kann jedoch eine wertvolle Ergänzung darstellen. Denn schon die genauere Betrachtung der Werte innerhalb des als normal angesehenen Bereiches kann vor allem aus naturheilkundlicher Sicht häufig Hinweise auf eine mögliche Krankheitsentwicklung liefern.

 

Bei der ganzheitlichen Laboruntersuchung werden zwischen 42 und 63 Blutwerte erhoben und in ihrem wechselseitigen Zusammenhang betrachtet. Hierdurch kann nach unseren Beobachtungen nicht selten ein mögliches Ungleichgewicht im Stoffwechsel bereits erkannt werden, bevor es sich schädigend auswirkt.

 

 

„Labor ganzheitlich“ am Beispiel Diabetes mellitus

 

Deutlich wird das Prinzip der ganzheitlichen Laboruntersuchung am Beispiel des Diabetes mellitus, der sich in der Regel über Jahre hinweg ohne das Auftreten merklicher Symptome entwickelt. Festgestellt wird eine Diabeteserkrankung über den Langzeitzuckerwert HbA1c. Liegt dieser innerhalb des Normbereiches, geht man davon aus, dass der Mensch gesund ist.

 

Wird durch „Labor ganzheitlich“ jedoch festgestellt, dass der HbA1c-Wert zwar innerhalb des Normbereiches liegt, aber trotzdem nicht optimal ist, können weitere Blutwerte miteinbezogen werden und so der Entwicklung von Diabetes mellitus vielfach frühzeitig entgegengewirkt werden. Somit kann der Organismus in seiner Regulationsfähigkeit frühzeitig therapeutisch unterstützt werden.

 

 

Analoge Interpretation

 

Bei der ganzheitlichen Betrachtung der Blutwerte wird davon ausgegangen, dass unser individuelles Blutbild nicht nur einen Spiegel unserer körperlichen Gesundheit, sondern auch unseres psychisch-geistigen Befindens darstellt. Diese Analogie sei anhand der folgenden Beispiele veranschaulicht:

 

  • Die weißen Blutkörperchen: Bei diesen fachsprachlich als Leukozyten bezeichneten Blutbestandteilen handelt es sich um die Gesundheitspolizei des Körpers. Sie sorgen für die Abwehr von Krankheitserregern wie Viren oder Bakterien. Die Anzahl der Leukozyten weist also auf die Abwehrsituation des Körpers hin. Liegt diese Zahl nun unterhalb des Normbereiches, so bedeutet dies folglich, dass der Körper über schlechte Abwehrkräfte verfügt. Die analoge Interpretation auf geistiger Ebene liegt aus unserer Sicht darin, dass der Mensch sich möglicherweise schlecht gegen sein Umfeld wehren kann oder Schwierigkeiten hat, sich von äußeren Einflüssen abzugrenzen.

 

  • Vitamin B12: Das Vitamin B12 spielt im Körper eine wichtige Rolle für die Zellteilung. Deshalb kommt es durch einen Vitamin-B12 Mangel unter anderem zu einer verlangsamten Erneuerung der Zellen und damit zu überalterten Körperzellen. Auch dieses Phänomen lässt sich, wie wir glauben, auf den geistigen Bereich übertragen. Ist die Erneuerung der Zellen gehemmt, so ist es auch die Tatkraft des Menschen. Die Umsetzung von Ideen und Zielen ist so nur schwer möglich.

 

Diese analogen, sich auf das psychisch-geistige Befinden beziehenden Interpretationen sind aber nicht Gegenstand der schulmäßigen evidenzbasierten Labormedizin, sondern naturheilkundlich alternativmedizinische Ansätze. Wissenschaftlich valide Studien zu diesen Hypothesen liegen nicht vor.

 

Fazit: Durch die ganzheitliche Betrachtung der Blutwerte lässt sich aus dieser naturheilkundlichen Blickweise die Tendenz zu krankhaften Entwicklungen frühzeitig erkennen und ein sehr individuelles Behandlungskonzept erstellen.

 

 

 

 

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